Modul und Containerbau als Lösungsoption?

Die Ebola-Krise hat es sehr deutlich den Bedarf gezeigt.

 

In vielen afrikanischen Ländern fehlt die gesamte Infrastruktur zur gesundheitsbezogenen Versorgung der Bevölkerung. Es fehlen die dringend benötigten Laboreinheiten, Diagnostik-Einheiten und Behandlungsräume.

 

In vielen Regionen ist die Gesundheitsversorgung komplett zusammengebrochen. In diesen Fällen muss man nicht nur schnell und effektiv handeln, sondern vor allem flexibel sein und immer wieder gemeinsam mit den Akteuren vor Ort umdenken, wenn sich die Bedarfslage plötzlich ändert.

Daher erprobt TEFA e.V. vor Ort besondere Formen von Labor-, Diagnostik- und Versorgungsräume in der Modul- und Containerbauweise. Die Evaluation erfolgt vor Ort, damit die Akteure ausreichend berücksichtigt werden.

Der Vorteil dieser Bauform ist, dass die setting-sensiblen Gebäude genau die Form annehmen, die vor Ort gebraucht werden. Im Ausbruchsgeschehen, wie es beispielsweise beim Ebola-Ausbruch der Fall war, lassen sich etwa die Laboreinheiten immer wieder neu kombinieren und etwa durch einen zusätzlichen Impf-Raum ergänzen.

Verfügbare Studien und ermittelte Erfahrungsberichte weisen darauf hin, dass die so entstandenen Bauwerke genauso langlebig sind wie die konventionellen Bauten in den betrachteten Regionen. Hier sind weitere Langzeit-Ergebnisse abzuwarten.

Was sind die erwarteten Vorteile?

In der Regel ist die Modul- und Containerbauweise schneller und lässt sich deutlich besser planen und kontrollieren.

Da Module zum Zielort transportiert und aufgebaut werden, kommt es nicht zu der Lärm- und Staubentwicklung wie wir sie beim konventionellen Bauen kennen.

Das ist besonders wichtig, wenn Gesundheitseinrichtungen weiter ausgebaut werden müssen und die alltägliche Patientenversorgung nicht während der Bausphase einfach ausgesetzt werden kann.

Je nach Bedarfsplanung zur Gesundheitsversorgung können die Module, etwa Laboreinheiten, anders genutzt werden. Das modulale Upcycling ist in der Regel deutlich güstiger, als Gebäude an einer Stelle ungenutzt zu lassen und an einer anderen Stelle konventionell wieder errichten zu müssen.

Bei qualitativ hochwertiger Vorfertigungstechnologie lässt sich ein Modulbau erweitern, aufstocken oder versetzen. Das Ausrüsten mit Solarenergie ist deutlich einfacher. Die Recyclingsfähigkeit erreicht einen höheren Grad. 

Was sind die erwarteten Nachteile?

Das Vorfertigungsprinzip hat auch nachteilige Risiken, die im Vorfeld mit den Sozialpolitiker*Innen transparent abgesprochen werden müssen.

Es ist zu erwarten, dass die industrielle Gebäudefabrikation Bereiche der Tätigkeiten der kleinen Handwerkern vor Ort abnimmt. Arbeitslosigkeit und Vernichtung von Existenzen wären die Folge. Daher müssen Sozial- und Bildungsprogramme auf diese neue Entwicklung vorbereiten.

 

Auch ist davon auszugehen, dass die traditionelle Bauweise in der jeweiligen Region Schaden nimmt. Da die kleinen Handwerker vor Ort ihre besonderen Kenntnisse und Fertigkeiten verlieren könnten, sind auch hier parallele Maßnahmen im beschätigungspolitischem Feld und in der Bildung ein Muss. Es gibt positive Beispiele aus Kamerun, wo um die neu geschaffene Laboreinheit traditionelle Lehmbauten als Wartebereiche entstanden sind, die den kulturellen Zusammenhalt stärken und zur Behandlungsqualität beitragen.

 

An diesem Punkt arbeitet TEFA, gemeinsam mit Brücke e.V., um hier neue Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bevölkerung vor Ort zu generieren.

Je nach Anbieter werden von 60 bis 90% der Modulbauten im eigenen Werk in ganz Europa gebaut.

Hier wären die Optionen zu erörtern, ob Gebäudefabrikation in Abuja, Nairobi, Maputo oder Libreville realisiert werden kann und die Modulbauten flächenddenken und unter Nutzung eines nationalen Krankenhausplanes verteilt werden können.

 

Hier finden Sie uns

 

Projektbüro

Torstr. 39

10119 Berlin

Spendenkonto: GLS

IBAN:

DE 28 4306 0967 1185 2858 00

BIC: GENODEM1GLS

 

Kontakt

Interessieren Sie sich für eins unserer Projekte?

Rufen Sie einfach an unter:

030-224 66 415

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Tweets von TEFA_Berlin @TEFA_Berlin
Druckversion Druckversion | Sitemap
© TechEnergy for Africa - Eine Verwendung der Seiten oder Bilder ist ohne ausdrückliche Genehmigung von TEFA e.V. nicht gestattet.